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Objekt-Metadaten
Optimierung des Fortpflanzungsverhaltens : wichtige Einflussgrößen auf Territorialität und auf Paarungen von europäischen Prachtlibellenmännchen (Odonata: Zygoptera)

Autor/en :Hilfert-Rüppell, Dagmar
Mentor :Prof. Dr. Otto Larink
Institut / Verlag :Institut für Zoologie
Fakultät :04 - Biowissenschaften und Psychologie
Datum :Verteidigt am :05.09.2003,Eingereicht am :04.05.2004
 
Freigeschaltet am :08.11.2005
 
Dokumente :
Document_00001567
 
Sprache :deutsch
Kurzfassung :Untersucht wurde, welche Einflussgrößen zur Variabilität und zur Optimierung des Fortpflanzungsverhaltens von C. splendens splendens in Deutschland und Südfrankreich sowie von C. haemorrhoidalis in Südfrankreich beitragen. Damit konnten Variationen im Fortpflanzungsverhalten zwischen den Populationen und in den geographischen Regionen festgestellt werden. Der wichtigste Faktor für das Fortpflanzungsgeschehen war der Erfolg durch Paarungen. Territoriale Männchen verließen die Reviere nach einem erfolglosen Prädationsversuch durch Grünfrösche oder Wasserspinnen, wenn sie die Territorien erst kurz vor dem Angriff besetzt hatten. Größere Territoriumstreue zeigten Männchen, wenn sie zuvor Weibchen in ihrem Revier angebalzt oder zur Kopula gebracht hatten, wahrscheinlich wegen des erhöhten Ressourcenwerts. Männchen mit oder ohne Kopulation unterschieden sich in ihrer Morphologie nicht. Die Erfolgsrate der Männchen, aus einem Tandem ein Rad zu bilden, war positiv mit vorheriger Balz korreliert. Männchen zeigten nach Kopulationen mehr Droh- und Revierflüge. Im Enclosure-Versuch konnten die Männchen, die frühzeitig kopuliert hatten, eine höhere Anzahl an weiteren Paarungen erreichen, während sich die Qualität (Fett, Größe, Flügelfleck) zwischen Männchen mit und solchen ohne Paarung nicht unterschied. Nördliche Calopteryx splendens splendens zeigten ein ausgeprägteres alternatives Fortpflanzungsverhalten (ARB) als die südlichen. Kampfsieger unterschieden sich in ihrer Morphologie nicht von Verlierern. Entscheidenden Einfluss hatten Kopulationen auf Kampfdauer und Kampfentscheid. Kämpfe zwischen den gleichen Kampfpartnern waren nach einer Paarung schneller entschieden als vor der Kopula. Männchen, die im Kampf unterlegen waren und dann aber eine Paarung erzielt hatten, gewannen danach signifikant häufiger den Kampf mit dem gleichen Gegner.
Sachgebiet :570 Biowissenschaften; Biologie
Typ :Dissertation
Format :Text/Dokument
 
 
URN:NBN :urn:nbn:de:gbv:084-5672
Zitierfähige URL :http://www.digibib.tu-bs.de/?docid=00001567